Südliche Weinmosel

Elbling, Burgunder & Co.

Geologisch, landschaftlich und weinbaulich zeigt die Mosel im Südwesten des Mosellandes ein besonderes Gesicht. Das Tal ist breiter und die Hänge sind weniger steil als am weiteren Flusslauf. Es ist ein besonderes Fleckchen Erde. Die Mosel hat über Jahrmillionen ein wunderschönes Tal mit sanften Hängen geformt. Im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg wachsen die Reben auf Dolomitgestein, das aus Kalkablagerungen eines Urozeans entstand. Der Bereich Obermosel mit 723 ha reicht von Perl bis nach Konz. Geologisch ist dieser Abschnitt des Moseltals eine für den Weinbau bevorzugte Region, die Reben stehen auf Muschelkalk wie in der Champagne und im Burgund. Anders als an der Schiefer-Mosel steht hier nicht der Riesling im Mittelpunkt, sondern die Burgundersorten und der Elbling - die regionale Spezialität, aus dessen Trauben spritzige, jung zu trinkende Weißweine und frischer lebendiger Winzersekt erzeugt werden.

Die Vielfalt an guten Weinen macht die Obermosel zu einer wahren Entdeckungsreise.

Über dem ausgeprägten Moselbogen bestimmt der imposante Fels das Landschaftsbild. Die vor etwa 240 Millionen Jahren entstandenen Dolomit- und Kalksteinfelsen ragen über 20 Meter in die Höhe und erstrecken sich über eine Länge von etwa einem Kilometer. Die unterhalb liegenden Weinberge sind klimatisch begünstigt, wie man an der Tier- und Pflanzenwelt wunderbar erkennen kann. Im Mittelmeerraum beheimatete Pflanzenarten wie Orchideen, Felsbirne, Pfaffenhütchen, Schneeball und Buchsbaum wachsen hier. Die Felswände sind Jagdhabitate für viele Fledermausarten. Auch Reptilien wie die Mauereidechse und die Schlingnatter finden hier Unterschlupf. Hinzu kommen nahezu 100  Tagfalterarten. Der Felsengarten im „Lehlinger“ lockt mit seiner Blütenvielfalt zahlreiche Insekten an.

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