Prädikats-Fernwanderweg
Moselsteig Etappe 15: Zell (Mosel) – Neef
Weiter geht es sehr abwechslungsreich auf der Höhe voran, durch Wald, vorbei an Weinbergen und immer wieder mit freier Aussicht ins Moseltal. Die Lönshöhe mit Hütte und Rastplätzen markiert das Ende dieses Abschnitts. Der Weg führt nun in Serpentinen bergab durch den Wald und bietet dir am Waldrand mehrmals freie Sicht ins Moseltal und auf den Stadtteil Merl mit der großen Kirche St. Michael. Im Seitental gehst du dann neben der Straße bis zum Ortsrand, wo ein Zuweg bis ins Zentrum von Merl abzweigt. Der Moselsteig führt von hier steil bergauf zu einer kleinen, versteckt liegenden Kapelle.
Die nächsten Weinbergswege bringen dich aus dem Seitental zur Mosel zurück. Du steigst durch die Weinberge nun höher und höher und die Aussicht auf die Marienburg auf dem gegenüberliegenden Bergkamm wird immer besser. Spektakulär an der Hangkante liegt ein Rastplatz, danach erreichst du in einem kleinen Waldstück die . Die Aussicht von hier und von der noch etwas höher gelegenen Bank ist atemberaubend! Der Blick geht sogar über den Marienburger Sattel hinweg und die Mosel erscheint als „Zwei-Seen-Landschaft“.
Inmitten von Wald und Weinbergen geht es dann leicht bergab zu einer Kreuzung, wo auch der Zuweg nach Bullay abzweigt. Ab dem Rastplatz am Waldrand steigt der Moselsteig wieder bergan, bei freier Sicht auf Bullay und die seltene Doppelbrücke. Im Wald wechselst du auf einen Pfad, der nach kurzem Anstieg zur Bullayer Königshütte gelangt. Obwohl von Wald umgeben, ist die Aussicht hier wunderschön! Genieße den Blick auf Bullay, das Moseltal, den Prinzenkopf und weiter hinten das waldreiche Alftal mit der Burg Arras.
Jetzt folgt ein längerer Abschnitt durch den Wald. Über ein Teilstück begleitest du einen kleinen Bach ins Tal, bevor auf einem größeren Forstweg wieder ein Anstieg beginnt. Fast oben angekommen, zweigt ein Zuweg nach Bullay ab – an dem auch „Onkel Toms Hütte“ liegt (siehe Tipp des Autors). Bald ist der Anstieg endgültig gemeistert und der Waldrand erreicht. Du passierst eine Weihnachtsbaumkultur und eine Streuobstwiese, dann geht es wieder in den Wald. Der Weg bleibt nun bis zur Blitzeiche nahezu höhengleich. Danach führt der Moselsteig entlang alter, teils bizarr geformter Buchen langsam bergab. Zwischendurch gibt der Wald einen Blick auf St. Aldegund auf der anderen Moselseite frei. Und wer möchte, kann über einen Zuweg am Weinbergsrand eine Abkürzung nach Neef nehmen.
Für Moselsteig-Wanderer geht es jetzt weiter ins Neefer Bachtal. Steil ist der Anstieg erst durch ehemalige Weinberge, dann durch den Wald. Der Weg nähert sich aus dem Seitental wieder Mosel und Hangkante. Weiter wanderst du oberhalb von Weinbergsbrachen, die immer mal wieder einen Blick auf das Etappenziel Neef erlauben. Das Gipfelkreuz Neef bietet noch nicht den letzten Höhepunkt dieser Etappe, auch wenn der 360°-Blick überwältigend ist. Du solltest unbedingt auch einen Abstecher zum Petersberg etwas weiter unten mit der uralten Kapelle und dem Friedhof machen. Die Aussicht von hier ist ebenfalls fantastisch! Neben herrlichen Ausblicken vom "Eulenköpchen" des Neefer Petersbergs über die gesamte Moselschleife und den gegenüberliegenden Calmont, bietet er mit seiner bewaldeten Bergkuppe, den feuchten Ufersäumen der Mosel und der Weinlage "Frauenberg" eine Vielfalt an Lebensräumen für Flora und Fauna. Auch kulturhistorische Sehenswürdigkeiten gibt es dort einige zu entdecken. Der Neefer Petersberg gilt daher als Leuchtpunkt der biologischen Vielfalt (https://www.lebendige-moselweinberge.de/leuchtpunkte.html). Der Leuchtpunkt ist vor Ort beschildert. Du gelangst über einen QR-Code an weiterführende Informationen. Der folgende Link https://www.youtube.com/watch?v=nB738JrxQj0 zeigt dir ein tolles Video über die Vielfalt des Neefer Petersberg.
In den Etappenort Neef steigst du dann ab über Weinbergswege, unterbrochen von zwei steilen Treppen. Jetzt nicht mehr lange, und du hast den Bahnhof von Neef und damit das Etappenende erreicht.
