Mona Ameziane

24. Juni 2022

Die Stadt Konz lädt ein zur Lesereise mit Mona Ameziane und ihrem Buch "Auf Basidis Dach".

Mona Ameziane erzählt vom marokkanischen Teil ihrer Familie in einem Buch, das sie quer durch das Geburtsland ihres Vaters führt.

Die Journalistin Mona Ameziane hat eine deutsche Mutter und einen marokkanischen Vater. Abgesehen von einem Schuljahr in Agadir hat sie ihre Kindheit und Jugend im Ruhrgebiet verbracht. Inzwischen arbeitet sie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, moderiert unter anderem die Büchersendung "Stories" bei WDR 1Live.

Auf ihren zahlreichen Reisen nach Marokko wird sie das Gefühl nicht los doch lediglich eine Touristin zu sein. Wie viel ihrer marokkanischen Herkunft steckt in ihr?

Mona Ameziane fühlt sich als beides : Marokkanerin und Deutsche. Unterschiede bestehen trotzdem: In Deutschland geboren und aufgewachsen, war "Marokko dagegen lange Zeit nicht mehr als ein Ferienziel für mich." In ihrem ersten Buch erzählt sie vom Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, die mehr zu trennen scheint als drei Stunden Flugzeit, von abenteuerlichen Taxifahrten durchs Atlasgebirge und von einer leeren Dachterrasse voller Erinnerungen.

Als Mona ihren Vater fragt, wie oft sie wohl schon in Marokko war, denkt er nur kurz nach und antwortet: »Nimm einfach dein Alter mal eineinhalb, das müsste passen.« Wie genau er auf diese Formel kommt, weiß sie nicht, aber sie ist fest entschlossen, noch mehr Fragen zu stellen. Nicht nur ihrem Vater, sondern auch sich selbst und dem Land, das für sie schon immer mehr war als für die meisten Menschen in Deutschland. Mehr als Urlaubsziel oder »Herkunftsland« in der Zeitung nach einem Terroranschlag – mehr als oberflächliche Orientromantik und rassistische Stereotypen. Ihre Suche führt sie nach Fes zum Haus ihrer Großeltern, nach Agadir, wo sie die reichste Seite des Landes kennengelernt hat, und in abgelegene Dörfer, in denen Menschen beim Wort »Europa« nur verständnislos mit den Achseln zucken.

Mona Ameziane beschreibt das Aufwachsen zwischen der marokkanischen und der deutschen Kultur. Es geht dabei um gesellschaftliche Themen wie Sprache, Religion, Rassismus aber auch die Schönheit und Besonderheit dieses Landes. Sie möchte die Kulturen beider Länder einander vorstellen und erklären.

Sie erklärt Marokko fernab von „Urlaubsromantik“ oder kurzen Zeitungsartikeln nach Terroranschlägen. So erfährt man z.B., dass es immer noch Menschen in abgelegenen Dörfern gibt, die bei dem Wort „Europa“ nur ungläubig mit den Schultern zucken.

Veranstalter: Stadtbibliothek Konz mit Unterstützung durch Demokratie Leben.

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Die Veranstaltung findet nach der jeweiligen gültigen Coronabekämpfungsverordnung statt.


Einlass ab 18:30 Uhr

Veranstaltungsort




Veranstalter
Stadtbibliothek
Konstantinstr. 50
54329 Konz

0049 6501 7888
stadtbibliothek@konz.de
https://www.konz.eu/vg_konz/Stadtbibliothek/de/

Zeit:

  • Freitag 19:00 Uhr