Amparo Sánchez

Ein überzeugender Stilmix einer der Schlüsselfiguren der internationalen Mestizo-Szene. Amparo Sánchez, zählt zu den bekanntesten Stimmen Spaniens und zusammen mit Manu Chao zu den größten Gesteinen der Mestizo-Musikszene.“

Jazzthetik „Die Königin des Mestizo“ taz.de

2014 veröffentlichte die Amparanoia-Gründerin Amparo Sánchez den autobiographischen Roman La Niña y el Lobo, der schonungslos von ihrer Jugend in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren in der Region Granada erzählt. Mit dem gleichnamigen Album erscheint nun so etwas wie ein Soundtrack zu dieser, ihren weiteren Lebensweg stark bestimmenden harten Zeit. Die Idee zum Album entstand, als sie sich 2019 entschloss, von Barcelona zurück nach Granada zu ziehen: „Meine Mutter litt an Alzheimer und ich wollte in ihrer letzten Lebensphase näher bei ihr und meiner Familie sein.“ Kurz darauf verstarb die Mutter, Amparo aber blieb in ihrer Heimat Andalusien. Sie traf sich mit Weggefährten aus der Flamenco-Szene wie den Gitarristen Víctor Iniesta Iglesias und Eduardo Espín Pacheco. Beide spielten lange Jahre in Bands wie Estopa oder Elbicho und traten mit legendären Flamenco-Stars wie Jorge Pardo, Carles Benavent oder Soleá Morente auf. „Im Dezember 2019 trafen wir uns in einem Studio in Granada und begannen einfach mit den Aufnahmen,“ so Amparo. „Dort kam mir die Idee, die Songs einzuspielen, die mir während der schweren Jahre in Granada wichtig waren. Es fühlte sich wie das Zusammensetzen eines Puzzles an…“. Neun der zehn Songs auf ihrem mittlerweile vierten Soloalbum sind Coverversionen; dazu kommt mit dem unveröffentlichten Stück „Veneno“ eine Komposition von Amparo. Alle Songs sind mit einer Geschichte verknüpft: mit „Adoro“ von Armando Manzanero drückt Amparo zum einen ihren Respekt für die indigene Kultur Mexikos aus, aber passt auch zu ihrem Leben. Der Song spricht vom schwie- rigen ersten Teil einer Beziehung, „in dem du noch sehr verliebt in jemanden bist, obwohl du erste Anzeichen spürst, dass die Liebe eines Tages verschwinden wird“. Mano Negras in einer Akustikversion eingespieltes Stück „Mala Vida“, um den Text in den Mittelpunkt zu stellen, handelt davon, „wie schwer es ist, aus einem bestimmten Leben auszubrechen.“ Eines der ersten Musikstücke, an die sich Amparo überhaupt erinnern kann, stammt vom andalusischen Flamencosänger Manuel Molina Jiménez. „Un cuento para mi niño“ erinnert sie daran, „wie ich mit meinem Vater an den beliebten Bars unseres Dorfs vorbeigelaufen bin und wie uns die Flamencosänger an einem sonnigen Sonntagmorgen den Tag versüßten.“ Andere Songs stammen u.a. von Los Lobos und das Album endet mit Violeta Parras aussagekräftigem „Gracias a la Vida“.

Veranstaltungsort
Stadthalle Saarburg
Heckingstraße 12
54439 Saarburg

Veranstalter
Station K
Hauptstr. 10
54439 Saarburg

0049 151 68165309
maximini@saar-obermosel.de
https://www.stationk.de

Zeit:

  • Samstag 20:00 Uhr