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Die Freudenburg

Lage: Freudenburg, Burgstraße

 

König Johann von Böhmen, Graf von Luxemburg, ließ im Jahr 1337 auf einem mächtigen Sandsteinfelsen die Feste „Freyding“ zum Schutz der Grenze und zur Beherrschung der Heerstraße Trier - Metz erbauen. Die FreudenBurg ist durch einen künstlich eingegrabenen, 16 m breiten Graben vom Burgdorf abgetrennt, das den einzigen Zugang zur Burg bot. Der Ort neben der Burg entwickelte sich sehr schnell und erhielt bereits im Jahre 1358 durch den Kaiser die Stadtrechte. Eine heute noch zum Teil erhaltene Festungsmauer umgab das Städtchen. Im 15. Jh. geriet die Burg in Verfall. Mit dem Kauf der Burggrafschaft Freudenburg durch die Abtei St. Maximin 1589 wurde die Burg unter Abt Reiner Biewer wiedererrichtet. Im Streit zwischen Abtei und Kurfürst Philipp Christoph von Sötern wurde die Burg 1646 besetzt und zerstört. Nach dem Wiener Kongress 1815 ging Freudenburg mit dem Kurfürstentum Trier und dem Rheinland in den Besitz Preußens über. Mit den Orten Freudenburg, Kastel, Staadt, Hamm, Taben und Rodt, die 500 Jahre lang eine Burggrafschaft waren, bildete sich das bis 1947 bestehende Bürgermeisteramt Freudenburg. Als eine der wenigen territorialen Höhenburgen seiner Zeit im Kreisgebiet vermittelt sie heute noch einen guten Eindruck ihrer ansehnlichen und aufwändig ausgearbeiteten Baugestalt. Als Baumaterial diente der unmittelbar aus dem Fels gebrochene Buntsandstein. Von der gotischen Burganlage sind noch der 16 m breite und 51 m lange Halsgraben und das Burgtor erhalten. Außerdem existieren noch Reste eines dreigeschossigen Bruchsteinbaus, eines Palas’ (Wohnbauten mit großen Sälen und gehauenen Tür- und Fensterstürzen mit gotischem Maßwerk) und geringe Reste eines runden Bergfrieds. Obwohl die Hofmauern nicht mehr erhalten sind, lassen die vorhandenen Mauerdetails mit Balkenlöchern und Kaminabzügen, sowie Treppenpodeste, Kellergraben und Brunnenschacht einen guten Rückschluss auf den ursprünglichen Bestand zu. Frei zugänglich.